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A happy new Year | Ein frohes Neues | Scheint neit Joar

Ich hoffe, Ihr seid alle gut reingekommen ins neue Jahr 2017! Ich wünsche Euch direkt schon mal alles, alles Liebe, viel Glück, Gesundheit, Erfolg und dass sich Eure Träume, Wünsche & Vorsätze erfüllen oder Ihr ihnen wenigstens einen Schritt näher kommt. Aber direkt eine Vorwarnung: Das hier wird kein klassischer Vorsätze-Neujahr-Post. Denn von Vorsätzen habe ich noch nie viel gehalten, verwirft man sie doch eben so schnell wie man sie gefasst hat. Und wer bin ich, dass ich Euch einen persönlichen Rat geben könnte, was für Euer Leben das Bestes ist? Ich möchte Euch in dieser Kolumne ein wenig über mein Leben erzählen und was ich so vorhabe:

Wie lautet Dein Fokus-Keyword?

Das fragt mich das liebe SEO-Tool unter jedem Blogpost und tja, welches Keyword möchte ich denn wählen für mein Jahr 2016 und meine Pläne 2017? Vollzeit-Bloggerin? Endlich frei? Selbst und ständig? Willkommen im Herausforderungen-Marathon? Sucht Euch eins aus, sie treffen alle zu. 😀

Ich entscheide mich dazu, Keyword mal Keyword sein zu lassen. Bei meinen Kolumnen möchte ich mich nicht auf Optimierung konzentrieren, sondern auf das, was ich zu sagen habe. Und das ab sofort noch öfter und immer genau dann, wenn ich Lust dazu habe. Ich habe ihn gewagt: Den Schritt in die Selbständigkeit! Und damit das Ganze noch etwas spannender wird, gleich in einem neuen Land – im schönen Luxemburg. Den Satz „selbst und ständig“ habe ich in den vergangenen Wochen und Monaten sehr oft gehört. Alle, denen ich von meinen Plänen erzählte, waren positiv-optimistisch gestimmt. Tatsächlich haben sich nur wenige Pessimisten gemeldet. Vielleicht trauen sich die meisten ja nicht, mir pessimistische Gedanken mitzugeben? Ein „Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung, ihr macht das schon!“ spricht sich ja viel schöner und verursacht keine Sorgenfalten und negativen Schwingungen.

Du ziehst in ein Dorf?

Ja genau! Ich habe ganz freiwillig und ohne Zwang mein geliebtes Köln verlassen. Dieser Aspekt meiner Selbständigkeit hat die meisten dann doch sehr überrascht und teilweise hart getroffen. Ein kölsches Mädche in Luxemburg? In einem 3.500-Seelen-Dorf mit einem Rentneranteil von gefühlt über 90%? Da wird sie doch nicht glücklich – diesen Gedanken würde ich ganz ketzerisch dem Ein oder Anderen unterstellen. 😉 Ist nicht böse gemeint! Denn darüber habe ich natürlich auch nachgedacht. Ich wäre ja nicht Ich, ohne einige schlaflose Nächte in denen die Gedanken Flic Flac getanzt haben und ich meine Entscheidung immer und immer wieder durchgekaut habe. Ich kann nach einem Monat sagen der Status ist „glücklich und zufrieden“ – zumindest mit der grundlegenden Entscheidung. Was vielleicht viele von Euch nicht wissen ist, dass ich als gebürtige Bonnerin lange Zeit schon mal auf dem Land gelebt habe und einen Großteil meiner Kindheit und Jugend in der Eifel verbracht habe. Köln wurde erst zu meiner Herzensstadt zur Ausbildung, dann zum Studium und später zum Arbeiten. Dennoch verpflanzen sich die Rheinländer etwas ungern und ich werde ganz sicher jede Gelegenheit nutzen, nach Köln oder Bonn zu reisen. Das kleine und beschauliche Mondorf-les-Bains ist nun meine Heimat geworden und wenn ich heute im verschneiten Garten stehe und gemütlich einen ausgedehnten Winterspaziergang mit meinem Liebsten und den zwei Wauzis durch die weißen Parks mache, fühle ich mich angekommen und glücklich.

Passierschein A38

Hier kommt noch das „Aber“, denn das gibt es bei allen großen Lebensentscheidungen irgendwie. Seit unserer Ankunft kämpfen wir uns durch luxemburgische Behörden & Vorschriften, suchen einen Steuerberater und den Sinn des Lebens. 😀 Wir möchten doch einfach nur gerne arbeiten und sogar brav Steuern zahlen! Und dann sieht man, wie sich das Ersparte in Heizöl, Renovierungsarbeiten & Behördengebühren langsam aber sicher in Luft auflöst. Die große Frage: Wie geht’s weiter? An dieser Stelle wäre Ich schon wieder nicht Ich, wenn ich mich da nicht durchbeißen würde. Na klar, auch ich lasse mal den Kopf hängen und versinke in Selbstmitleid. Doch mit diesen positiven Zeilen stehe ich motiviert am Beginn eines fabelhaften neuen Jahres mit vielen spannenden Herausforderungen, neuen Projekten, einem Blog, der mir riesig viel Spaß macht und einer eigenen Agentur in Gründung! Das kann nicht jeder von sich behaupten. Und das Allerschönste ist: Ich war trotz der ein oder anderen Sorgenfalte noch nie entspannter und stressbefreiter!

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