5 Fakten über den Instagram Algorithmus | Geht’s noch um Bilder?

5 Fakten über den Instagram Algorithmus | Geht’s noch um Bilder?

Die wohl meist diskutierteste Änderung auf Instagram ist seit Einführung des sogenannten News Feed Algorithmus. Eine automatisierte Filterung der Inhalte, wie wir sie seit Jahren schon von Facebook kennen. Der Algorithmus hat die Community verändert, das ist nicht von der Hand zu weisen. Viele Blogger posten, sprechen und schimpfen über diese Änderung. Daher habe ich heute 5 Fakten über den Instagram Algorithmus für Euch zusammen getragen und eine kleine Lösung, wie Ihr dagegen wirken könnt – zu Eurem Vorteil natürlich.

Vorab noch ein paar Worte:

Insbesondere kleinere Accounts unter 10.000 Followern bekommen die geringe Interaktion immer deutlicher zu spüren. Ist der Algorithmus wirklich eine Bereicherung, um den Nutzern den für sie relevanten Content anzuzeigen? Oder ist es wiederum ein Mechanismus, größere Profile noch größer zu machen und alle kleineren und insbesondere die Marken in die Werbe-Buchung zu treiben? Instagram begründete die Einführung des News Feed Algorithmus damals mit diesen Worten:

On average, people miss 70 percent of their feeds. It’s become harder to keep up with all the photos and videos people share as Instagram has grown. Over the past few months, we brought this new way of ordering posts to a portion of the community, and we found that people are liking photos more, commenting more and generally engaging with the community in a more active way. With this new ordering you won’t miss your favorite band’s video after the concert, even if it took place across the world in a different time zone. And no matter how many accounts you follow, you should see your best friend’s latest posts. You’ll see this new experience as we roll it out over the coming month.

Ich habe mir also die andauernde Diskussion um die Sortierung des Instagram-Contents zum Anlass genommen, Euch die wichtigsten 5 Fakten, über den Instagram Algorithmus zu erklären. All diese nachfolgenden Faktoren fließen zu uns unbekannten Teilen in die Bewertung ein, ob Euer gepostetes Bild es Wert ist, Euren Followern angezeigt zu werden:

5 Fakten über den Instagram Algorithmus

Fakt #1 | Beliebtheit & Timing

Instagram sortiert alle neu geposteten Bilder nun nach deren Relevanz. Das bedeutet, je mehr Engagement ein Post unmittelbar nach seiner Veröffentlichung erhält, desto relevanter scheint er für die Community zu sein.

Die Lösung: Stellt also sicher, dass Ihr zu den Zeiten postet, wo die Mehrheit Eurer Follower online und interaktionsfreudig ist. Eine Auskunft darüber erhaltet Ihr in den Statistiken (sofern Ihr ein Business-Profil habt). Eine weitere Methode ist, – und nein, sie ist nicht illegal und wird nicht abgestraft – tut Euch mit Gleichgesinnten Bloggern / Profilen zusammen und gründet eine Like, Push, Pod oder wie auch immer -Gruppe.

Fakt #2 | Dauer der Interaktion

Instagram bezieht nicht nur die Schnelligkeit der Interaktion mit ein, sondern auch ihre Dauer. Es ist wichtig, wie lange also Deine Follower auf einen Post von Dir schauen. Klingt etwas komisch, bringt Dich aber wahrscheinlicher in den „Entdecken“- Bereich.

Die Lösung Poste Videos, Boomerangs oder nutze die Multi-Foto-Funktion, sprich Posts mit mehreren Bildern. Eine weitere Möglichkeit ist natürlich ein spannender Text, um Deine Follower länger auf Deinem Beitrag zu halten.

Fakt #3 | Regelmäßige Interaktion

Kein großes Geheimnis oder? Dein Content muss Deine Follower zu einer Interaktion bewegen – und das bei jedem einzelnen Post, den Du absetzt. Passiert das nicht mehr, verlierst Du automatisch an Relevanz und verschwindest im Algorithmus-Sumpf.

Die Lösung: Interagiere ebenso mit Deinen Followern! Beantworte Kommentare, gib Likes zurück. Du kannst natürlich auch Gewinnspiele nutzen und Instagram Stories, um mehr Interaktion zu erhalten und Deine Follower enger an Dich zu binden. Stell in Deinen Beschreibungen Fragen, mache kleine Challenges usw. Eben alles, was Deine Follower dazu verleitet einen Kommentar zu hinterlassen.

Fakt #4 | Die richtigen Hashtags

Man sieht immer wieder, dass beliebte Hashtags gesetzt werden, der Inhalt allerdings nichts mit dem Hashtag zu tun haben. Früher war das recht Schnuppe, heutzutage hat Instagram eine „Image Recognition Software“ und erkennt inzwischen, wenn auf dem Bild etwas völlig anderes abgebildet ist. Etwas spooky, richtig!?

Die Lösung: Nutze ausschließlich relevante Hashtags und keine zu generischen wie „Like“, „Follow“, „Instapic“ usw. Auch beliebte Tags wie „picoftheday“ sind mittlerweile ausgelutscht. Der Trend geht zum Hashtag-Minimalismus.

Fakt #5 | Tagging & Sharing

Neben Kommentaren ist ein Share oder auch Tag auf einem anderen Profil ein gutes Plus für Deine positive Bewertung im Algorithmus. Das erhöht wiederum die Möglichkeit, dass Du im „Entdecken“- Bereich vorgeschlagen wirst.

Die Lösung: Nur wer selber Shared & Taggt kann dies natürlich auch von anderen erwarten. Veranstalte also zB kleinere Instagram-Paraden, mach einen ansprechenden Follow-Friday oder ähnliches. Aber immer mit Qualität und so, dass es authentisch wirkt! Eine weitere Möglichkeit ist natürlich, beliebte Sharing-Profile auf Dich aufmerksam machen wie zB „BlondesandCookies“, „Liketoknowit“ oder „Street_Style_Paris“.

FAZIT

Ich hoffe, mit diesen 5 Fakten über den Instagram Algorithmus konnte ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen und Euch ein paar Tipps geben, wie Ihr ihn positiv für Euch „beeinflussen“ könnt. Mehr dazu könnt Ihr zB auf dem Social Media Blog „AllFacebook“ zum Thema Instagram Newsfeed Algorithmus lesen oder weitere News rund um das Netzwerk. Unterm Strich finde ich aber, zählen eigentlich nur zwei Dinge, wenn es um Instagram geht: Produziert guten Content & habt Spaß daran! 

Ich selber habe über die Jahre gesehen, wie viel Arbeit es ist und wie schnell man sich richtig gehend hineinsteigern kann in das Aussehen oder Wachstum des eigenen Instagram Kanals. Stellt Euch mal vor, Morgen wäre Instagram nicht mehr da!? Was würdet Ihr dann mit Eurem Leben tun?

Lasst mir doch gerne Eure Meinung, Fragen und Erfahrung da!

Falls Euch dieser Post gefallen hat, entdeckt doch meine weiteren Social Media Posts zum Thema Instagram oder Bildbearbeitung. 

Missesviolet ist ein persönlicher Fashion- & Lifestyleblog aus Luxemburg. Sara ist 32 Jahre alt und lebt mit ihren zwei Hunden und Partner in Crime in Mondorf-les-Bains. Missesviolet steht für lässige Streetstyles, Beautyaddiction, DIYs, Social Media und viele spannende Lifestylethemen. Hauptberuflich ist Sara Vollzeit-Bloggerin und Gründerin ihrer eigenen Agentur für Web-Entwicklung, Social Media und Blogger Relations.

COMMENTS

  • Minnja

    4. Oktober 2017

    Sehr guter Beitrag, danke! Aber um Bilder geht es da leider schon lange nicht mehr. schade.

    Liebe Grüße und einen wunderbaren Donnerstag wünscht dir Claudia von
    Minnja.de

  • Tina

    2. Oktober 2017

    Sehr cooler Beitrag. Danke für die Tipps.

    LG
    Tin(er)a

  • Linni

    1. Oktober 2017

    Hallöchen,
    das ist wirklich ein toller und hilfreicher Beitrag 🙂

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

  • Shades of Ivory

    30. September 2017

    jaja, dieses instagram macht einen fertig, hihi. ich glaube tatsächlich, dass es insta ganz recht wäre, wenn kleinere accounts und labels auf die werbeschiene zurückgreifen.
    weisst du, was mich immer wundert? ursprünglich war instagram als normale plattform gedacht… und angeblich soll es noch so sein. nur, warum gibt es bestimmte features dann erst ab 10k plus? beispielsweise swipen oder direkt unter dem kommentar antworten?
    danke für den beitrag.

    Liebste Grüße
    Jane von Shades of Ivory

  • Sabine (BeautyBiene24)

    29. September 2017

    ich muss sagen, ich finde es schlimm wenn man als jemand, der Instagram als Hobby hat, so intensiv nach Followern und Likes hascht. Wenn ich das immer Lese, muss ich meine Augen verdrehen. Ich habe die Einstellung, es soll Spaß machen und mich zusätzlich noch über interessantes informieren. Aber wenn man selbständig ist und Insta für sein Business benötigt, ist es wirklich wichtig so viele Follower, Likes ect. zu bekommen.
    Deine Tipps fand ich echt interessant – lese sowas gern mal, weil ich es echt informativ finde, was alles so dahinter steckt. Anwenden werde ich es jedoch nicht (auf Grund des Hobbys, mir sind Follower egal *g*).
    Was ich auch noch anmerken muss, ich finde dieses Follow for Follow mittlerweile auch extrem. Ich habe schon einige gehabt, die das direk kommunizieren – furchtbar.
    Lieber Follower die sich wirklich für das Profil interessieren, gerne die Bilder sehen und Texte liest als alles andere.
    Ich für meinen Teil folge nur den Leuten, die ich interessant finde, die meine Interessen teilen ect. und wenn Like auch nur das, was mir wiklich gefällt. Kommentiere das auch ebenso nur, da ich den Rest vergeudete Zeit finde.
    Liebe Grüße
    Sabine (BeautyBiene24)

    • Sabine (BeautyBiene24)

      29. September 2017

      Sorry, dieses großen Buchstaben im Kommentarfeld machen mich „fertig“ … sehe nicht, ob ich alles so schreibe, wie es sein muss. 😀
      Und der Fehlerteufel hat sich auch noch eingeschlichen.

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