Social Media - Änderungen bei Instagram

In den vergangenen Tagen mehren sich die Posts bei Instagram zu den angekündigten Änderungen im Feed der App. Viele Instagramer und Blogger rufen Ihre Follower dazu auf, die Benachrichtigung zu aktivieren, damit sie keinen Post zukünftig verpassen. Es tritt geradezu eine Welle #againstthechange los und langsam macht sich die Instapanic breit. Wie einige von Euch wissen, beschäftige ich mich hauptberuflich mit allem Rund um Social Media und möchte heute das erste Mal dieses Wissen mit Euch teilen, weil ich einfach mit ein paar Irrtümern aufräumen möchte. Wenn dieser Artikel hilfreich für Euch ist, freue ich mich über einen entsprechenden Kommentar. Stellt mir gerne Fragen zu Social Networks, Strategien oder Blogger Relations – ich beantworte sie Euch sehr gerne!

Das steckt hinter den Änderungen bei Instagram:

Machen wir uns nichts vor, spätestens seit Instagram von Facebook für schlappe 1 Mrd. U$ im Jahr 2012 gekauft wurde, sollte uns bewusst sein, dass es nicht mehr nur um schöne bunte Bilder und eine Community geht. Ging es das bei sozialen Netzwerken denn jemals? Die Betreiber wollen bzw. müssen irgendwann aus dem Bildernetzwerk Profit schlagen und wir spüren schon, wie dieser aussieht. Scrollt man so durch den persönliche Feed bei Instagram, stolpert man vermehrt über mehr oder wenig sinnvolle wie schöne Anzeigen. Instagram Deutschland zählt seit dem Start der Werbekonten inzwischen 200.000 Werbekunden (Stand Februar 2016) und das sehen wir ganz deutlich.  Das bunte Netzwerk ist also nicht nur für uns Blogger und Freunde der schönen Bilder überaus attraktiv, sondern gewinnt auch an Bedeutung für Marken und Unternehmen. So wird es bald Business-Profile geben, über deren Gestaltung und Funktionen derzeit heiß in der Social Media Szene spekuliert wird.

Don’t #Instapanic – Das solltet Ihr gegen die Änderungen bei Instagram tun!

Erst Mal möchte ich mit der aufkommenden Panik aufräumen, die sich derzeit auf Instagram in Bildern und bei Snapchat in Anleitungen zum Abonnieren des jeweiligen Instagramers Luft macht. Dabei möchte ich gewiss Niemanden als leichtgläubig hinstellen, sondern Euch dafür sensibilisieren sich die Fakten anzuschauen und dann mit Euren Followern zu sprechen.

Bisher sind die angekündigten Änderungen bei Instagram nur ein Test, es ändert sich vorerst also nichts!

Fakt ist, Instagram testet derzeit einen Algorithmus – wie wir ihn von Facebook kennen – der die Sortierung der Bilder und Videos im Feed verändern soll. Laut Instagram soll der neue Feed dem Nutzer die Bilder zuerst anzeigen, die für ihn besonders relevant sind. Wer das nun richtig interpretiert versteht sofort, dass Eure treuen Follower und Fans Eure Beiträge nach wie vor sehen werden, weil sie eben für diese Person relevant sind, ergo der Follower mit Euren Beiträgen interagiert (liked oder kommentiert). Die Frage, ob nun die Reichweite meiner Beiträge durch den Feed beeinflusst wird kann man klar mit „Nein!“ beantworten! Es sollen keine Bilder komplett aussortiert werden, sondern die chronologische Reihenfolge des Feed wird umsortiert. Und sind wir mal ehrlich, scrollt Ihr tatsächlich den gesamten Feed eines Tages oder mehrerer Tage zurück, nur um eventuell ein tolles Bild zu sehen? Eben. 😉 Unterm Strich kann ein Instagram Feed, der Bilder nach Relevanz umsortiert sogar sehr hilfreich sein. Immer vorausgesetzt, Ihr seid eben relevant. Weitere hilfreiche Artikel dazu findet Ihr bei Thomas Hutter oder Allfacebook.

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Meine Tipps, was Ihr tun solltet:

  1. Keep calm und Don’t #Instapanic! Lasst Euch erst Mal nicht aus der Ruhe bringen.
  2. Macht weiter wie bisher, denn guter Content wird in jedem sozialen Netzwerk entsprechend honoriert.
  3. Lasst diese hilflosen Aufrufe an Eure Community, sondern setzt Euch mit dem Thema auseinander – das tut Ihr an dieser Stelle, also alles richtig gemacht. 😉
  4. Fokussiert Euch auf gute Bilder und einen engen Draht zu Euren Followern.

Das war’s auch schon! Gar nicht so schwer, oder? Wie vor einigen Jahren bei Facebook geschehen, bringt also der Aufruf an Eure Follower eher wenig. Klar, wer Euch abonniert sieht demnächst per Benachrichtigung jedes Bild. Die Gefahr, dass das einen Nutzer aber auf Dauer nervt ist noch viel größer und Ihr verliert vielleicht einen Follower. Es gilt also das zu tun, worum wir uns alle tagtäglich bemühen: Guten Content produzieren, eine Geschichte erzählen und mit Euren Followern kommunizieren.

Ich hoffe, dass Euch mein Beitrag einen Aha-Moment bescheren konnte und wie schon zu Beginn gesagt, freue ich mich über Kommentare, Fragen oder Feedback zum Thema oder Social Media ganz Allgemein.

Habt einen guten Start in die Woche und #dontinstapanic!

Liebst,
Eure Missesviolet