Social Media Kitchen | Folge #2 – Werbekennzeichnung auf Blogs

Ein heiß diskutiertes Thema, diese Werbekennzeichnung auf Blogs. So undurchsichtig, jeder macht es anders und nur so ein bisschen. Ich möchte heute in der 2. Folge meiner Social Media Kitchen über die Werbekennzeichnung auf Blogs sprechen und Euch 5 Hinweise mitgeben, was Ihr als Blogger beachten müsst – und für alle normalen Leser unter Euch: Ich kläre Euch im Video und diesem Post gerne darüber auf, wie Ihr auf meinem Blog Werbung von anderen Inhalten unterscheidet.

Social Media Kitchen Folge 2 – Werbekennzeichnung auf Blogs

Ich sehe immer wieder auf Blogs und insbesondere in Social Media wie z.B. Instagram, dass sich Werbung so ganz heimlich einschleicht. Einige wenige Vorreiter in der Bloggerszene nehmen das Thema aber durchaus ernst und kennzeichnen sehr ordentlich und manche eben nur so, wie sie vermuten, dass es richtig sei. Vorweg sei gesagt: Jeder der Werbung auf seinem Kanal oder Blog macht und Kooperationen eingeht, sollte sich doch bitte einmal mit der Materie auseinander setzen und die entsprechenden Gesetze und Richtlinien lesen. Die gibt es auch in ganz leicht verständlichen FAQs, so dass es wirklich jeder rafft!

Sorry für die deutlichen Worte, aber eine künstliche Naivität regt mich in diesem Business des Bloggens und Influencer-Daseins einfach auf. Wer damit sogar hauptberuflich sein Geld verdient, muss sich mit allem was dieser Beruf verlangt beschäftigen. Denn Dummheit schützt vor Strafe nicht, sagte auch immer meine Oma.  Ich möchte aber gar nicht abschweifen und Meckern, sondern Euch hier nun 5 Hinweise mitgeben, die Ihr bei der Werbekennzeichnung auf Blogs beachten müsst.

5 Hinweise zur Werbekennzeichnung auf Blogs

1) Pflicht, ist Pflicht

Nicht ohne Grund gibt es tatsächlich echte Gesetze für die Werbekennzeichnung auf Blogs. Diese gelten nicht unbedingt europaweit, aber wenn man seinen Lesern gegenüber fair sein möchte, kann man sich gut und gerne an der deutschen Gesetzgebung orientieren – die es bekanntlich penibel genau nimmt.  Schaut ins sogenannte Telemediengesetz, wo unter Anderem auch die Impressumspflicht unmissverständlich festgelegt ist, oder in die FAQs der Medienanstalten. Die bringen es leicht erklärt und gut zusammengefasst auf den Punkt.

2) Die Sache mit den Samples

Bei PR-Samples müsst Ihr 2 Dinge beachten: Erhält man Pakete mit Produkten von diversen Unternehmen ist das eine feine Sache. Senden die Unternehmen Euch diese ohne jegliche Bedingung zu, steht es Euch frei darüber zu berichten? Dann ist es tatsächlich keine Werbung und das PR-Sample verhält sich so, wie wenn Ihr ein Produkt selbst kauft. Ich bin dennoch ein Freund davon, meine Leser darüber zu informieren, dass es sich um ein Sample handelt und kennzeichne dies entsprechend. Wird jedoch die Forderung an die Zusendung des Samples geknüpft, bitte berichte positiv über das Sample oder verlinke das Produkt – dann ist es eine Produktplatzierung und muss als Werbung oder Anzeige gekennzeichnet sein! Übrigens ist ein Sample nicht nur ein physisches Produkt, sondern kann auch eine Dienstleistung wie eine Reise, Hotelübernachtung oder ein Friseurbesuch sein.

3) Die berühmten redaktionellen Inhalte

Oft erhält man Mails mit einer Formulierung in der Art: Binde das doch ganz natürlich und redaktionell in Deinen Blog ein. Das zielt auf Fall 1 bei den PR-Samples ab, ist allerdings nur bedingt zulässig. Hier greift der Produktwert des Samples. Übersteigt dieser 1.000 EUR für das einzelne Sample, handelt es sich automatisch um eine Produktplatzierung! Steht in dem redaktionellen Beitrag Deine Story oder Erzählung im Vordergrund und der Produktwert ist unter 1.000 EUR, muss man es per Gesetz eigentlich nicht kennzeichnen. Bedenkt aber immer, was Eurem Leser gegenüber fair ist und kurz zu erwähnen, dass das Produkt ein Sample ist tut keinem weh und verprellt heutzutage auch die Leser nicht mehr.

4) Die klassische Kooperation

Kommt ein Unternehmen auf Euch zu und zahlt Euch ein Honorar um ein Produkt zu präsentieren ist das eine klassische Form einer Produktplatzierung. Diese sind selbstverständlich immer Kennzeichnungspflichtig – egal wo, auch auf Instagram! Keine weitere Diskussion. Anerkannte Formulierungen dafür sind „Anzeige“ oder „Werbung“ und ein im Hashtag Nr. 123 verstecktes „#ad“ oder „#sponsored“ reichen hier nicht aus.

5) Affiliate Links

Es gibt inzwischen viele Möglichkeiten mit dem Bloggen Geld zu verdienen und eine davon sind Affiliate Programme. Heißt, der Blogger / die Bloggerin verdient pro Klick oder pro Verkauf über einen sogenannten Affiliate oder Tracking-Link. Diese Links sind schlichtweg immer eine Form von Werbung und sollten daher gekennzeichnete sein.

Die Werbekennzeichnung hier auf meinem Blog

Ihr erkennt Werbung hier auf meinem Blog durch die entsprechende Kategorie. Ich verwende idR „Werbung“ und „PR Sample“ und bei internationalen Kooperationen „Collaboration“. Diese Kategorie seht Ihr direkt gut erkennbar über dem Titel des jeweiligen Posts. Ich verlinke Euch unter meinen Outfits oder Beauty-Posts oft Produkte, die ich trage oder empfehle. Dies sind grundsätzlich Affiliate-Links, an denen ich einen sehr minimalen, aber immerhin, Verdienst habe. Ich danke Euch an dieser Stelle ganz herzlich für die Unterstützung, da Ihr meinen Blog lest und somit dazu beitragt, dass ich das inzwischen meinen Beruf nennen darf! Ohne Euch würde das nicht gehen – also DANKE!

Ich hoffe, ich konnte Euch mit diesem Post ein wenig Licht ins Dunkel der Werbekennzeichnung auf Blogs bringen und wenn Ihr Fragen habt, stellt sie mir! Hier oder auf YouTube, lasst uns gerne drüber sprechen und verratet mir doch, wie Ihr das Thema empfindet und wenn Ihr Blogger seid, wie Ihr es handhabt.

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