Was ist eigentlich los mit Dir?

Was ist eigentlich los mit Dir?

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Es ist unschwer zu erkennen, dass die Blogposts in den letzten Wochen und Monaten weniger geworden sind. Gründe und Ausreden finde ich sicherlich genügend: zu viel Stress im Job, Umziehen, der Haushalt, die Hunde… blah, blah, blah. Eines vorweg: Ich werde nicht mit dem Bloggen aufhören, dafür macht mir dieses Hobby einfach zu viel Spaß! Ich finde nur in der letzten Zeit nicht genügend Antrieb und Freiraum kreativ zu bloggen, zu shooten und Themen zu finden, die einfach nicht schon auf jedem zweiten anderen Blog im Netz zu finden sind. Sicher hat trotz allem jeder Fashion- und Beautyblogger seinen eigenen Stil, dennoch gleichen sich die Themen immer mehr. Was ist also eigentlich los?

Kreativ bloggen – gibt’s das noch?

Irgendwann kommt man in dem Themenfeld wo ich mich mit diesem Blog bewege an eine gewisse Grenze und findet sich plötzlich im Einheitsbrei wieder. Man gerät unbemerkt in den ‚Zwang‘ die Trendthemen zu behandeln, die grad jeder Blogger zeigt, um die Leser und Likes zu kriegen. Aber geht es beim Bloggen denn um Likes? Was bringt mir ein weiterer Follower auf Instagram? Wann bin ich relevant und ab wann bin ich nur eine von Vielen? Was ist noch kreativ bloggen und was hat man schon Hundertmal gelesen? Der Grad ist wohl schmaler geworden, denn inzwischen gilt Bloggen als Berufsbild und es gibt noch diesen Instafame.

Erst heute haben wir die Frage diskutiert: Bist Du berühmt? Ich weiß es nicht, ist man berühmt, wenn Follower Dich auf der Straße erkennen und Selfies mit Dir machen möchten? Und was bedeutet berühmt sein überhaupt? Meine Freundin, die über 63.000 Follower auf Instagram hat, und ich waren uns schnell einig: Die Antwort lautet nein, und zwar ganz klar Nein! Warum zur Hölle, sollte ich mich als etwas Besonderes oder Besseres fühlen, nur weil ich eine gewisse Anzahl an Menschen in einer digitalen Fantasiewelt an einer ebenso kreierten Fantasiewelt in Bildern teilhaben lasse? Wenn Instagram morgen abgeschaltet wird, was bleibt dann vom Instafame?

Ich blogge weil ich das Schreiben liebe – egal, wie gut oder schlecht das ist und egal, was andere Menschen darüber denken. Genauso gerne trage ich die Mode, die ich mag. Egal ob es mit meiner Kleidergröße 42 angemessen ist oder nicht und sicher haben schon viele von mir gedacht: Ach herrje, so ein Püppchen. Von außen und oberflächlich betrachtet, kann man schnell falsch urteilen und wird niemals erkennen, was sich hinter den bunten Bildern und dem Selfie-Smile verbirgt. Und ist man erst Mal tiefer in diese Bloggerwelt eingetaucht, verfällt man so schnell dem Fashion- und Beautywahn, alles haben und zeigen zu wollen, was die großen und beliebten Blogger haben. Der neueste Trend-Sneaker, die Designer-Handtasche und Reisen nach Dallas, Thailand oder New York.

Ich werde weiter versuchen, ich selbst zu bleiben und meinen ganz persönlichen Stil wieder zu finden. Vielleicht werdet Ihr also demnächst andere Kategorien und Texte hier lesen. Ich bin ein Mensch mit vielen Facetten und daher passe ich auch in keine feste Schublade oder Kategorie. Ich versuche in meinem täglichen Leben, immer das zu tun, was mich glücklich macht und dieses Prinzip übertrage ich auf meinen Blog. Ungeachtet dessen, wie viele Leser das dann interessieren wird. Wieso brauche ich denn eine gewisse Reichweite? Um eine gratis Gesichtsmaske zu bekommen? Bestimmt nicht!

In diesem Sinne: Stay creative and be yourself!
Liebst,
Eure Missesviolet

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Sara Weißenfeld bloggt seit 2014 als missesviolet und startete im August 2018 außerdem mit ihrem Curvy Fashion & Lifestyle Kanal auf YouTube. Sara lebt mit ihrem Freund und DIY-YouTuber Dan und ihren zwei Hunden in Köln. Auf missesviolet.com dreht sich alles um Curvy Fashion, Beauty, Interior und Lifestyle - Viel Spaß beim Stöbern!

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